Anwalt für Vertragsrecht: Ist eine eingescannte Unterschrift auf einem Vertrag rechtsgültig?

RRT Rechtsanwälte • 19. Juni 2022
Anwalt für Vertragsrecht

Anwalt für Vertragsrecht


In unserem digitalen Alltag erstellen wir im Internet mittlerweile auch Verträge sowie andere Dokumente und unterzeichnen sie sogar. Eine handschriftliche Unterschrift ist in vielen digitalen Situationen passé, weil elektronische Signaturen auf dem Vormarsch und aus der digitalen Welt nicht mehr wegzudenken sind. 


Unter den digitalen Signaturen gibt es allerdings verschiedene Arten, die alle in unterschiedlichsten Bereichen der digitalen Kommunikation rechtskräftig sind. 


Ein Anwalt für Vertragsrecht ist über die verschiedenen rechtskräftigen Formen informiert, die durch ihre Unterschiedlichkeit vor einem Gericht ins Gewicht fallen bzw. unterschiedlich ausgelegt werden können: 


  • die einfache elektronische Signatur (EES)
  • die fortgeschrittene elektronische Signatur (FES)
  • die qualifizierte elektronische Signatur (QES)


Wird bei einem Dokument per Gesetz eine Formvorschrift verlangt, kommt weder eine eingescannte Unterschrift noch eine EES- oder FES-Signatur in Frage. In einem solchen Fall kann nur die qualifizierte elektronische Signatur (QES) zur Rechtsgültigkeit verwendet werden.



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Die verbindlichen Rahmenbedingungen digitaler Signaturen werden in den europäischen elDAS (Electronic Identification, Authentication and Trust Services) Richtlinien geregelt. Wir stellen sie im Folgenden vor:


Der Anwalt für Vertragsrecht kennt die digitalen Signaturen

Die einfache elektronische Signatur (EES) - Sie ist die einfachste Möglichkeit, eine digitale Unterschrift zu leisten.


Eine einfache elektronische Signatur ist eine Signatur ohne besondere rechtliche Bedingungen, ist dafür aber auch nur sehr gering rechtssicher. Sie ist als Beweismittel bei Rechtsstreitigkeiten zugelassen, da man sie recht einfach handhaben kann und sie sich gut für Transaktionen eignet, die mit nur wenigen rechtlichen Risiken verbunden sind – wie beispielsweise Reisekostenabrechnung, Dienstreiseanordnungen oder unter anderem die Validierung von internen Entscheidungsprozessen. 


Die EES eignet sich für Vereinbarungen, die keiner Form bedürfen. Sie sind daher auch für gängige E-Mail-Signaturen oder beispielsweise zur Paketannahme einsetzbar. 


Die fortgeschrittene elektronische Signatur (FES) – Auch sie ist als Beweismittel zugelassen, aber wird zusätzlich durch spezielle Normen geregelt, die eine Prüfung der Gültigkeit im Streitfall erleichtern. 

Die Anforderungen der FES sind in der eIDAS-Verordnung klar definiert. Die Signatur muss


  • eindeutig dem Unterzeichner zuzuordnen sein
  • den Unterzeichner identifizieren können
  • der Unterzeichner beispielsweise mit dem eigenen Smartphone erstellen
  • dafür sorgen, dass nachträgliche Änderungen erkannt werden 


Zweifelsfrei zugeordnet werden können beispielsweise FES durch die Erfassung biometrischer Daten oder mittels einer Prüfschlüssel Software, die den Unterzeichner klar identifiziert. 


Die FES wird angewendet, wenn man sich verstärkt rechtlich absichern möchte – beispielsweise für SEPA-Mandate oder wenn man eine Vollmacht für einen Anwalt für Vertragsrecht unterschreiben möchte. Gemäß BGB (§ 127) können FES allerdings nur für formfreie Vereinbarungen verwendet werden. 


Die qualifizierte elektronische Signatur (QES)  – Entspricht rechtlich einer eigenhändigen Unterschrift. Die QES ist zwar aufwändig zu erstellen, dafür gilt sie aber auch als die sicherste Form des digitalen Unterschreibens.


Während die FES nur die Identifizierung mittels Prüfschlüssel oder biometrischer Erfassung voraussetzt, wird bei QES ein qualifizierendes Zertifikat benötigt. Das bedeutet, dass man zum digitalen Unterschreiben schriftlich einen Antrag bei einer Zertifizierungsbehörde einreichen muss.


Sie ist bei bestimmten Anwendungsfällen (Verbraucherdarlehen, Zeitarbeit) auch gesetzlich vorgeschrieben und setzt voraus, dass der Unterzeichner direkt vor Ort identifiziert und überprüft wird. 


QES Unterschriften bieten die höchste Sicherheit aller elektronischen Signaturen und können beispielsweise zur Bankkontoeröffnung, für befristete Arbeitsverträge oder für Handelsregisteranmeldungen verwendet werden.


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Was macht ein Anwalt für Vertragsrecht?

Ein Anwalt für Vertragsrecht kann bei der Beilegung von Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien helfen, indem er Verträge prüft und entwirft sowie allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und Ratschläge für Vertragsverhandlungen erteilt.

 



29. September 2026
Wer eine Räumungsklage verliert, muss die Mietwohnung fristgerecht räumen, kann aber gegen das Urteil Berufung einlegen oder eine außergerichtliche Einigung mit dem Mieter anstreben. RRT Rechtsanwälte in Köln unterstützt seit über 25 Jahren Vermieter und Mieter im Mietrecht und prüft individuell, welche rechtlichen Schritte im jeweiligen Fall sinnvoll sind. Eine Räumungsklage ist ein gerichtliches Verfahren, mit dem ein Vermieter die Herausgabe einer Mietwohnung erzwingen möchte, meist nach einer fristlosen oder ordentlichen Kündigung. Häufige Gründe für den Verlust einer solchen Klage sind formale Fehler in der Kündigung, unzureichende Beweise oder eine erfolgreiche Verteidigung durch den Mieter, etwa durch Nachzahlung von Mietschulden. Eine verlorene Räumungsklage kann erhebliche Konsequenzen haben. Vermieter bleiben unter Umständen länger als geplant auf einem Mieter sitzen, der Mietrückstände verursacht, oder tragen zusätzlich die Gerichts- und Anwaltskosten des Verfahrens. Gerade deshalb lohnt es sich, nach einem solchen Urteil nicht vorschnell aufzugeben, sondern die vorhandenen Optionen sorgfältig zu prüfen. RRT Rechtsanwälte Köln begleitet Mandanten genau in dieser Situation. Die Kanzlei kennt die typischen Stolpersteine bei Räumungsklagen und hilft dabei, die nächsten Schritte rechtssicher zu planen.  Berufung einlegen: Welche Fristen und Voraussetzungen gelten? Gegen ein erstinstanzliches Urteil kann innerhalb eines Monats nach Zustellung Berufung eingelegt werden. Voraussetzung ist, dass der Streitwert 600 Euro übersteigt oder das Gericht die Berufung ausdrücklich zugelassen hat. Wichtig: Die Berufung muss begründet werden, meist innerhalb einer weiteren Monatsfrist. Wer diese Frist verpasst, verliert die Möglichkeit, das Urteil überprüfen zu lassen. Ein erfahrener Mietrechtsanwalt sollte daher so früh wie möglich eingebunden werden. Warum kann eine außergerichtliche Einigung mit dem Mieter sinnvoll sein? Nicht jeder Streit muss bis zur letzten Instanz ausgetragen werden. Eine außergerichtliche Einigung, etwa über einen Auszugstermin, eine Ratenzahlung offener Mietschulden oder eine einvernehmliche Kündigung, spart Zeit und Kosten. Vermieter sollten eine Einigung dann in Betracht ziehen, wenn eine Berufung wenig Erfolgsaussicht hat oder eine schnelle Lösung wichtiger ist als das Prinzip. Wann lohnt sich die Prüfung von Schadensersatzansprüchen? Entstehen durch die verlängerte Nutzung der Wohnung finanzielle Schäden, etwa durch entgangene Mieteinnahmen oder Instandhaltungskosten, können Schadensersatzansprüche gegen den bisherigen Mieter geprüft werden. Diese Ansprüche sind rechtlich oft komplex und müssen im Einzelfall bewertet werden. Wie lassen sich Schäden nach einer verlorenen Räumungsklage minimieren? Unabhängig davon, welcher Weg gewählt wird, helfen einige rechtliche Schritte dabei, weitere Nachteile zu vermeiden. Dokumentation aller relevanten Kommunikationen: Jede Korrespondenz mit dem Mieter, sei es per E-Mail, Brief oder Protokoll eines Gesprächs, sollte lückenlos festgehalten werden. Diese Dokumentation kann in einem Berufungsverfahren oder bei Schadensersatzforderungen entscheidend sein. Professionelle Rechtsberatung einholen: Mietrecht ist komplex und unterliegt ständigen Änderungen durch neue Urteile. Eine frühzeitige Beratung durch einen spezialisierten Anwalt verhindert, dass wichtige Fristen verstreichen oder Chancen ungenutzt bleiben. Vermietereigenschaften und Versicherungsoptionen überprüfen: Manche Vermieter verfügen über eine Rechtsschutzversicherung, die die Kosten eines Berufungsverfahrens abdeckt. Es lohnt sich, bestehende Versicherungsverträge nach einem verlorenen Verfahren genau zu prüfen. Wie können spezialisierte Anwälte nach einer verlorenen Räumungsklage helfen? Ein Fachanwalt für Mietrecht bietet individuelle Rechtsberatung auf höchstem Niveau und kennt die Besonderheiten von Räumungsklagen aus jahrelanger Praxis. Er übernimmt die Vertretung in Berufungsverfahren, prüft die Erfolgsaussichten realistisch und entwickelt eine klare Strategie für den weiteren Verlauf. Darüber hinaus unterstützt ein spezialisierter Anwalt bei der strategischen Planung zukünftiger Mietangelegenheiten, etwa bei der rechtssicheren Formulierung von Kündigungen oder Mietverträgen, um vergleichbare Probleme in Zukunft zu vermeiden. Der nächste Schritt nach einer verlorenen Räumungsklage Eine verlorene Räumungsklage ist ärgerlich, aber selten das Ende aller Möglichkeiten. Wer die Fristen für eine Berufung im Blick behält, offen für eine außergerichtliche Einigung bleibt und mögliche Schadensersatzansprüche prüfen lässt, kann die Situation oft noch zu seinen Gunsten wenden. RRT Rechtsanwälte bietet seit über 25 Jahren maßgeschneiderte Lösungen im Mietrecht und begleitet Mandanten in Köln und Umgebung durch genau solche Verfahren. Kontaktieren Sie die Kanzlei RRT Rechtsanwälte für eine persönliche Beratung und lassen Sie Ihre Optionen nach einer verlorenen Räumungsklage individuell prüfen. Häufig gestellte Fragen Wie lange habe ich Zeit, um gegen ein verlorenes Räumungsklage-Urteil Berufung einzulegen? Die Berufungsfrist beträgt einen Monat nach Zustellung des Urteils. Innerhalb dieser Zeit muss die Berufung eingelegt und in der Regel innerhalb einer weiteren Monatsfrist begründet werden. Was kostet ein Berufungsverfahren nach einer verlorenen Räumungsklage? Die Kosten hängen vom Streitwert und vom Umfang des Verfahrens ab. Sie setzen sich aus Gerichtskosten und Anwaltskosten zusammen. Wer über eine Rechtsschutzversicherung verfügt, sollte prüfen, ob diese Verfahren im Mietrecht abdeckt. Muss ich nach einer verlorenen Räumungsklage sofort ausziehen? Grundsätzlich ja, sofern das Urteil eine Räumungsfrist vorsieht oder das Gericht eine solche Frist einräumt. In manchen Fällen lässt sich diese Frist mit einem Antrag verlängern, etwa bei besonderer Härte. Für wen lohnt sich eine außergerichtliche Einigung eher als eine Berufung? Eine außergerichtliche Einigung eignet sich vor allem für Vermieter, deren Berufung geringe Erfolgsaussichten hat oder die eine schnelle, planbare Lösung einer langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzung vorziehen. Wer hilft mir bei der Einschätzung meiner Erfolgsaussichten nach einer verlorenen Räumungsklage? Ein Fachanwalt für Mietrecht, wie die Rechtsanwälte von RRT Rechtsanwälte Köln, kann die Erfolgsaussichten einer Berufung sowie mögliche Schadensersatzansprüche im Einzelfall bewerten und die passende Strategie empfehlen.
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